Unsere Klassenfahrt zum Schloss Boitzenburg

Donnerstag 10. Juni 2010, von Frau Gutge // Schule

Die Klasse 3a fuhr vom 12. Bis zum 16. April in die nördliche Uckermark nach Boitzenburg. Dort waren wir in einem echten Schloss untergebracht, dass zum Teil als Kinder- und Jugendhotel umgebaut worden ist. Die Zimmer hatten neben der üblichen Ausstattung mit Stockbetten zum Teil auch eine eingebaute dritte Ebene, auf der ebenfalls Kinder schlafen konnten. Alle Zimmer waren mit eigenem Duschbad und Toiletten ausgestattet. Die Schlosswände sind so dick, dass wenig Lärm von benachbarten Zimmern oder anderen Etagen zu uns drang. Ein geräumiger Gemeinschaftsraum mit Ledersofas, Sesseln und Holzsitzecke gehörte auch noch zu der Ausstattung.

Die Kinder waren von dem weitläufigen, auf einer Halbinsel gelegenen Gelände fasziniert, besonders vom Streichelzoo mit Meerschweinchen, Ziegen und einem Paar Frettchen. Das Wetter war uns gnädig, sodass wir täglich ausgedehnt draußen sein konnten.

Neben dem Fußballspielen stand mehrmals täglich auch das Aufsuchen, Füttern und Streicheln der Ziegen auf dem Programm.

Die Kinder schnitzen gesammelte Hölzer, bauten kleine Pfahlhütten, durchbohrten die Hölzer an beiden Enden und verbanden sie mit Schnur zu einer langen Schlange. Als wir einen geeigneten Bachlauf gefunden hatten, wurden diese Holzschlangen ins Wasser geworfen und bei ihrem Fluss in den jeweiligen Formveränderungen beobachtet und fotografiert. Die Kinder riefen: „Ein A!“ „Ein S!“ „Ein Viereck!“, usw.“

Später experimentierten wir noch mehr mit den Stöckchen, die wir „blind“ befühlten, um unseren ertastend wiederzufinden. Anschließend arrangierten wir die Hölzer auf einem Bogen Papier und machten noch einige gestaltende Kunstaktionen.Neben diesem Projekt, das wir durchlaufend verfolgten, kletterten wir am zweiten Tag auf den Schlossturm und wanderten am drittenTag mit dem Förster durch den Wald. Er erzählte viele Geschichten und zeigte uns interessante Dinge, die es im Frühling im Wald zu entdecken gibt.

Am nächsten Tag besuchten wir den Müller in seiner Wassermühle. David war zum „Müllerburschen“ auserkoren. An seinem Beispiel berichtete der Müller, wie das Leben zu früheren Zeiten ablief.

Einen Nachmittag durften wir unsere eigene Pizza vorbereiten, die es dann abends zum Abendbrot zu essen gab. Abends war noch Keller-Disco ansagt, die einigen Kindern aber zu laut war. Sie kamen ganz von allein wieder nach oben „gedackelt“ und zogen es vor ins Bett zu gehen. Das war überhaupt der schönste Tagesabschluss: Schlafanzug an, waschen, Zähneputzen und dann mit Kuscheltier und Decke im Gemeinschaftsraum noch ein wenig Film gucken. Wenn es dann 21:00 Uhr und bisweilen auch später war, wurde die Vorstellung unterbrochen und der zufriedene Zug in die Betten begann. Dass es nie Protest gab, war das Verwunderlichste für die Lehrer.

Eigentlich war die Zeit viel zu kurz, um all die Möglichkeiten, die dieser herrliche Platz bot, auszuschöpfen. Wir hätten auch ein Zirkusprojekt buchen können, oder Ponyreiten oder eine eigene Musikproduktion erstellen können. Dann hätte die Reise aber 25,00 Euro mehr gekostet. Wir hätten noch in die Schokoladenmanufaktur gehen können, ausgiebiger wandern und schauen, und, und, und Aber wir waren so sehr zufrieden und wissen für das nächste Mal besser Bescheid.

auf diesen Artikel antworten

1 Nachricht


Neueste Kommentare

22/06 — Unsere Klassenfahrt zum Schloss Boitzenburg — von Ainhoa

Ich finde sowas toll. Eigentlich musste solche Klassenfahrten flicht in unsere Schule sein. Nicht so wie bis jetzt, daß jede Lehrer es selber entscheiden kann. manche Kinder beenden die (...) Weiterlesen »